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Ein Schritt in die richtige Richtung

Polaroid Maximilian Tremer

 
„Ich habe von meinen Eltern immer 100-prozentige Unterstützung und Rückhalt bekommen. Das möchte ich jetzt an andere weitergeben", sagt Maximilian Tremer. Maxi, wie ihn die Kinder nennen, macht ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in einer Tagesgruppe im Friedenshort in Öhringen. Kinder und Jugendliche, die zwar in ihrer Familie leben, aber besondere sozialpädagogische Unterstützung benötigen, werden dort nachmittags betreut. Der 20-Jährige unterstützt dort einen Jugend- und Heimerzieher und eine Erzieherin bei der Arbeit und trägt so seinen Teil dazu bei, den Kindern ein sicheres soziales Umfeld zu bieten. „Die Mädchen und Jungen auf ihrem Weg zu unterstützen und ihnen Aufmerksamkeit und Wertschätzung zu schenken. Das macht mir super viel Spaß", meint Maxi.

Nachdem die 11 bis16-jährigen Kinder um 12:30 Uhr aus der Schule kommen, machen sie, unter anderem auch mit Maxis Unterstützung, zunächst ihre Hausaufgaben. Anschließend wird Fußball, Tischtennis, Kicker oder ein Brettspiel gespielt. Manchmal geht die Gruppe auch zusammen Schwimmen oder verbringt einfach nur die Zeit miteinander und „chillt". Maxi: „Durch Sport werden den Kindern Eigenschaften wie Ehrgeiz, Teamgefühl, Zusammenhalt und Selbstwertgefühl vermittelt." Aber natürlich steht beim Sport vor allem der Spaß im Vordergrund. Dass Bewegung nicht nur wichtig für die Gesundheit ist, sondern auch für den Geist, weiß der sonst eher ruhige FSJler aus eigener Erfahrung. In seiner Freizeit geht der selbstbewusste junge Mann gerne Klettern oder Fahrrad fahren. „Dass die Kinder jeden Tag anders drauf sind, macht meine Arbeit so interessant", sagt Maxi, der es als problematisch ansieht, dass die Eltern in manchen Fällen nicht richtig mitziehen. Dann tut es ihm leid, dass die Kinder um 17 Uhr wieder ihr altes, oft gestörtes soziales, Umfeld zurück müssen. Sein größter Wunsch ist deshalb, dass die Kinder einmal eine ähnliche Chance wie er bekommen und etwas Vernünftiges mit ihrem Leben anfangen.

Nachdem Maxi seinen Realschulabschluss in der Tasche hatte, schloss er eine Ausbildung zum Tischler ab. Die Tischlerei gefiel ihm zwar, aber „irgendwie konnte ich mir nicht vorstellen das für den Rest meines Lebens zu machen." Weil auch die Bezahlung nicht die Beste war, beschloss er die Fachholschulreife nachzuholen. „Danach hatte ich die Nase voll von der Schule. Weil ich auch nicht wusste, was ich studieren will, entschied ich mich dafür erstmal ein FSJ zu machen", erzählt er. Von seiner Schwester, die im Friedenshort arbeitet, wusste er, dass in der Jugendhilfeeinrichtung gerade so eine Stelle frei war. „Und wie bereits gesagt, bringe ich den Kindern gerne etwas bei", sagte Maxi, der extra für das FSJ in eine WG in der Nähe von Öhringen zog. Dort lebt er zusammen mit anderen FSJlern, mit denen er sich gut versteht und viel Zeit verbringt. Durch die Teilnahme an den FSJ-Focus Seminaren zur beruflichen Umorientierung, und weil er viel Freude an seiner Arbeit hat, weiß er inzwischen, dass er im Anschluss an sein FSJ soziale Arbeit studieren möchte. Maxi: „Meine Seminargruppe ist der Oberhammer, ich freue mich immer wieder auf die Seminartage, das bedeutet jede Menge Spaß!"                                                                                               Kevin Schuon

 

Fahrten ins Ungewisse

Polaroid Lisa Reckwardt

 
„Ich hätte nie gedacht, dass es so viel Spaß macht", sprudelt es aus Lisa Reckwardt heraus, als sie anfängt von ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) bei der Diakonie zu erzählen. „Das Arbeitsklima ist fantastisch und der Alltag ist abwechslungsreich und vielseitig!". Zur Zeit macht die 19-jährige Billingsbacherin ihr FSJ bei der Diakoniestation – Blaufelden und ist dort im mobilen Dienst tätig. Dort betreut sie hauptsächlich ältere Menschen. Lisa fährt „Essen auf Rädern" aus, hilft den Senioren beim Essen und übernimmt Fahrdienste. Gerne unterhält sie sich auch mit den Kunden oder hört ihnen zu, wenn sie von früher erzählen. Kurz gesagt: Sie ist für die Hilfsbedürftigen da. „Für meine Tätigkeit habe ich von der Diakoniestation sogar ein eigenes Auto bekommen", meint die junge Frau stolz. Da sie damit meistens alleine unterwegs ist, trägt sie sehr viel Verantwortung. Ihr Motto dabei ist: „Aus jedem Tag das best Mögliche für die anderen und mich herausholen." Über ihren Arbeitsalltag sagt sie: „Je nachdem wie es den Leuten geht, muss ich mich jeden Tag neu auf ihre Bedürfnisse einstellen. Ich weiß morgens nie, was auf mich zukommt. Deshalb ist es auch nie langweilig und ich lerne jeden Tage etwas dazu." Dabei fasziniert sie am meisten, dass viele Menschen für ganz einfache Dinge, wie einfach mal zuzuhören, sehr dankbar sind. „Das finde ich einfach unglaublich!". Ihre Entscheidung ein FSJ zu machen bereut Lisa bis heute nicht. Ganz im Gegenteil, „ich kann es nur jedem raten, der eine neue Herausforderung sucht." Und wegen des guten Arbeitsklimas kann sie auch die Diakoniestation – Blaufelden weiterempfehlen.

Lisa wusste schon immer, dass sie gerne im medizinischen Bereich arbeiten würde. Deshalb machte sie nach dem Hauptschulabschluss eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin. „Der Beruf hat viel Gutes. Er bietet Kontakt zu den verschiedensten Menschen, ist aber auch mit kaufmännischer Arbeit verbunden." Aber das war ihr noch nicht genug, obwohl sie mit dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung auch die Mittlere Reife erlangt hatte. Als ihre Mutter ihr vorschlug ein FSJ bei ihr in der Diakoniestation Blaufelden zu machen, war Lisa unter einer Bedingung einverstanden. „Ich wollte nicht mit meiner Mutter zusammenarbeiten", erzählt sie schmunzelnd. Mittlerweile weiß Lisa auch was sie in Zukunft gerne tun würde. Dabei waren ihr die, speziell zur beruflichen Umorientierung ausgelegten, Seminartage von FSJ-Focus eine große Hilfe. Denn, obwohl ihr die soziale Arbeit bei der Diakonie-Blaufelden sehr viel Spaß macht, sieht sie ihre Berufung im medizinischen Bereich. Deshalb will die zielstrebige Lisa ihr Fachabitur in Pflege und Gesundheit nachholen. Wer weiß, vielleicht wird ja einmal Frau Dr. Reckwardt aus ihr...                                                                   Kevin Schuon

Das Diakonische Werk Württemberg ist als erster Träger des Freiwilligen Sozialen Dienstes (FSJ) in Deutschland von der Agentur QUIFD („Qualität in Freiwilligendiensten“) zertifiziert worden.

 

 

Als erster Landesverband der Diakonie in Deutschland hat das Diakonische Werk Baden im Jahr 2003  die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 erhalten

 

  
 

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