Heilpädagoge / Heilpädagogin
„Ein besonderer Blick auf die Kinder“
„Als Heilpädagogin habe ich einen ganz besonderen Blick auf die Kinder. Ich merke, wenn ein Kind besondere Unterstützung braucht, weil es in seiner Entwicklung verzögert ist oder sich nicht richtig auf andere Menschen einstellen kann. Doch das, was ein Kind mitbringt und kann, ist genauso wichtig. Das Wissen um Entstehung, Diagnostik und Therapie von Behinderungen und Verhaltensauffälligkeiten nutzen wir in Einzel-, Gruppen- und Therapiestunden. Hier fördern wir die emotionale, kognitive und motorische Entwicklung gezielt. Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf der ganzheitlichen Betrachtung, was auch für das Gespräch mit Eltern und den Kontakt zum Gesundheitsamt oder Frühförderstellen wichtig ist. Weil die Ausbildung Organisation, Führungskompetenzen und Teamarbeit enthält, stehen einem auch Leitungsaufgaben offen.“
Elke Andersen, 45
Ausbildungsinhalte
Die Fachschüler/innen erwerben Kenntnisse, wie die Entwicklung und Entfaltung von Menschen zu fördern ist, die wegen Benachteiligung, Krankheit, Behinderung oder sonstigen Gründen in einer schwierigen Lebenslage sind. Die Beeinträchtigungen können sich in intellektuellen, körperlichen, sensorischen Bereichen zeigen, und/ oder in schwierigen Bedingungen im Lebensumfeld liegen. Die Studierenden lernen den Bedarf der zu fördernden Personen zu erkennen und hilfreiche Unterstützung zu geben. Zu den Unterrichtsfächern zählen: allgemeine Heilpädagogik, Psychologie und medizinische Grundlagen, Recht, spezielle Gebiete wie Sprachförderung, Legasthenie und Dyskalkulie und der heilpädagogische Zugang bei Verhaltensschwierigkeiten. Ebenso werden besondere Methoden wie heilpädagogische Diagnostik, spieltherapeutische Arbeitsweisen, Bewegungstherapie, kreatives Gestalten und systemisches Arbeiten mit Familien gelehrt.
Aufgaben und Arbeitsfelder
Heilpädagoginnen und Heilpädagogen arbeiten in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Behindertenhilfe. Mögliche Arbeitsstellen sind heilpädagogische Heime, Sprachheileinrichtungen, integrative Kindergärten, Grundschulförderklassen, interdisziplinäre Frühförderstellen. Sie wenden heilpädagogische Diagnoseverfahren an, um Entwicklungsbeeinträchtigungen und hinderliche Lebenszusammenhänge zu erkennen. Sie erstellen Konzepte, wie dem Einzelnen geholfen werden kann, abgestimmt auf seine vorhandenen Fähigkeiten und den Möglichkeiten des jeweiligen Lebensumfeldes. Sie wählen aus der Vielzahl der heilpädagogischen Methoden diejenigen aus, die dem Entwicklungsstand und den vorhandenen Ressourcen des Klienten entsprechen. Sie informieren andere Fachkräfte wie zum Beispiel Ärzte, Ergotherapeuten, arbeiten eng mit diesen zusammen und beraten Eltern oder Angehörige.
Das Wichtigste auf einen Blick:
Schulische und berufliche Voraussetzungen
- abgeschlossene Ausbildung als Erzieher/in, Heilerziehungspfleger/in, Jugend- und Heimerzieher/in oder entsprechende, gleichwertige sozialpädagogische Ausbildung und
- einjährige Berufstätigkeit nach Abschluss der Ausbildung
Dauer und Art der Ausbildung
- 18 Monate in Vollzeit oder
- 3 oder 4 Jahre in Teilzeitform
Aufnahmealter
keine Begrenzung
Ausbildungsbeginn
genaue Termine bitte bei der Ausbildungseinrichtung erfragen
Kosten
je nach Ausbildungsinstitut unterschiedlich
Vergütung
im Rahmen der beruflichen Arbeit
Ausbildungseinrichtungen
Ludwig Schlaich Akademie GmbHFachschule für HeilpädagogikDevizesstraße 471332 WaiblingenTel.: 07151/9531-4652Fax: 07151/9531-4654E-Mail: lsak@diakonie-stetten.deInternet: www.lsak.de
Evangelisches Institut für sozialpädagogische Ausbildung und Fortbildung Tübingen
Hägnach 3
72074 Tübingen
Tel.: 07071/883-220
Fax: 07071/883-230
E-Mail: Sekretariat.institutsophienpflegede
Internet: http://www.sophienpflege.de/aus-und-weiterbildung/
Diakonisches Institut für Soziale Berufe gGmbH
Gotthilf-Vöhringer-Schule
Fachschule für Sozialwesen Fachrichtung Heilpädagogik
Oberer Torackerweg 3
72501 Gammertingen
Tel.: 07124/ 923219
Fax: 07124/9237272
E-Mail: hep-mariabergdiakonisches-institutde
Internet: www.diakonisches-institut.de
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